Datennutzung ist der Schlüssel zur Energiewende: Datenplattformen für mehr Effizienz
- Pressestelle
- 23. Apr.
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Control-F bringt Expertise für industrielle Telemetriedaten in deutsch-britische Wasserstoff-Delegation ein
Das Konstanzer KI-Unternehmen Control-F war vom 21. bis 23. April Teil einer rund 50-köpfigen deutschen Fachdelegation im schottischen Aberdeen. Organisiert von AquaVentus und EEHH (Erneuerbare Energien Hamburg), brachte die dreitägige Reise führende Akteure der Offshore-Wind- und Wasserstoffbranche zusammen, um Kooperationen in der Nordseeregion voranzutreiben. Control-F präsentierte dabei seinen Ansatz, hochfrequente Sensordaten aus Industrieanlagen in Echtzeit nutzbar zu machen. Ein Ansatz, der sich technisch direkt auf Offshore-Elektrolyseure übertragen lässt.

Großbritannien, insbesondere Schottland, zählt aktuell zu den aktivsten Regionen Europas, wenn es um den praktischen Einsatz von Datenplattformen und KI in der Energiewirtschaft geht. Aberdeen gilt zudem als einer der wichtigsten Energie-Hubs Europas und zeigt eindrucksvoll, wie Offshore-Wind, Wasserstoff und Dateninfrastruktur zusammengedacht werden können. Mehrere öffentlich geförderte Projekte zeigen, dass Effizienzgewinne, bessere Planbarkeit und wirtschaftlicherer Betrieb nicht durch teure Hardware entstehen, sondern durch saubere Datenarchitekturen und intelligente Nutzung bestehender Betriebsdaten. Für Offshore-Anlagen in der Nordsee ist der Einsatz sauberer Datenarchitekturen eine Voraussetzung für profitablen Betrieb: Predictive Maintenance auf Basis von Telemetriedaten kann beispielsweise den Wartungsbedarf einer Anlage exakt vorhersagen und ungeplante Ausfälle verhindern und damit einen direkt messbaren wirtschaftlichen Effekt haben.
Wasserstoff: KI-Praxisbeispiele aus Großbritannien
Am European Marine Energy Centre (EMEC) auf den Orkney-Inseln wird die Wasserstoffproduktion beispielsweise mit einer KI-gestützten Datenplattform optimiert. Das Projekt verbindet Echtzeit-Telemetriedaten aus erneuerbarer Erzeugung, Wetterprognosen, Speichern und Wasserstoffanlagen. Ziel ist es, Produktionszeitpunkte, Lastprofile und Speicherstrategien datenbasiert zu optimieren. Der wirtschaftliche Mehrwert entsteht durch geringere Verluste, bessere Auslastung und höhere Systemstabilität im laufenden Betrieb, nicht nur im Labor.
„In UK werden Datenplattformen von Anfang an mitgedacht“, erklärt Simon Deussen, Geschäftsführer von Control-F, „in Deutschland wird oft erst die Anlage gebaut und dann überlegt, wie man die Daten nutzt. Auf der Insel ist die Datenarchitektur bereits Teil der Projektplanung, bevor der erste Elektrolyseur ins Wasser kommt."
Die britische Regierung hat im März 2026 einen offiziellen „Call for Evidence“ zur Verwendung von Energiedaten für KI-Anwendungen gestartet. Dieser explizit auf Daten für KI im Energiesystem ausgerichtete Prozess belegt, dass Daten als kritische Grundlage für KI-gestützte Energieinnovation immer wichtiger werden.
Offshore-Anlagen in der Nordsee unterliegen oft extremen Bedingungen. „Was in der Nordsee funktioniert, funktioniert überall“, sagt Deussen. „Die durch sichere Dateninfrastrukturen hergestellte Resilienz und Prozesssicherheit brauchen wir auch in deutschen Wasserstoff-Projekten.“
Datenplattformen als Schlüssel zur Wirtschaftlichkeit
In vielen Gesprächen in Aberdeen wurde deutlich, dass die effektive Nutzung von Daten einer der Schlüssel zur Energiewende ist. Telemetriedaten ermöglichen exakte Vorhersagen zum Wartungsbedarf von Offshore-Anlagen, was deren Wirtschaftlichkeit deutlich verbessert. Predictive Maintenance, Digital Twins und stabile Datenplattformen seien laut Deussen keine Zukunftsmusik mehr, sondern eine Voraussetzung für den profitablen Betrieb einer Energieinfrastruktur in der Nordsee. In Schottland ist man mit dieser Erkenntnis schon deutlich weiter.
Control-F ist seit mehreren Jahren Teil des Wasserstoff-Verbunds AquaVentus, einem Netzwerk aus Konzernen wie Bosch, Siemens Energy und spezialisierten Anbietern. Das Netzwerk hat sich zum Ziel gesetzt, den Wirtschaftsstandort Deutschland durch Technologietransfer und Digitalisierung im Wasserstoff-Sektor zu stärken.
Predictive Maintenance: Von der Bodenseeregion in die Nordsee
Dass ein Startup aus Konstanz in der Offshore-Branche aktiv ist, überrascht auf den ersten Blick. "Datenplattformen sind ortsunabhängig", so Deussen, „die Herausforderungen bei Telemetriedaten aus einem Elektrolyseur in der Nordsee sind technisch ähnlich wie bei Maschinen im süddeutschen Anlagenbau. In beiden Fällen geht es um hochfrequente Sensordaten, Echtzeitverarbeitung und robuste Infrastruktur."
Über Control-F. Die Control-F GmbH ist ein werteorientiertes KI-Unternehmen mit Sitz in Konstanz. Seit 2022 entwickelt die Datenboutique Big-Data-Plattformen für industrielle Telemetriedaten und unterstützt Unternehmen im deutschsprachigen Raum dabei, komplexe Datenlandschaften nutzbar zu machen. Zu den Kunden gehören Konzerne und Mittelständler aus den Bereichen Anlagenbau, Automotive und Energiewirtschaft. Die Geschäftsführer Simon Deussen (Machine Learning Engineer und Gründer) und Daniel Tremer (ehemals Specialist Data Science & AI Projects bei Porsche AG) legen dabei ihren Fokus auf den Aufbau stabiler Datenarchitekturen als Grundlage für Analyse, Softwarelösungen und KI-Anwendungen wie Predictive Maintenance.
Control-F arbeitet mit einem interdisziplinären Team aus Data Engineers und KI-Spezialisten und verfolgt einen pragmatischen, technologiegetriebenen Ansatz.
Pressekontakt. Sebastian Himstedt steht Ihnen für alle Ihre redaktionellen Fragen zur Verfügung und sendet bei Bedarf Fotomaterial oder weitere Hintergründe.
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Control-F GmbH
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Am Seerhein 6, 78467 Konstanz
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