Eine Windenergieanlage, ein Batteriespeicher oder eine Gasturbine produziert in jeder Betriebsstunde Daten, die genau zeigen, wie es der Anlage geht. Trotzdem landen viele dieser Werte nie bei denen, die sie am dringendsten brauchen: bei den Betreibern selbst. Dazu gibt es am 20. November 2026 ein gemeinsames Webinar mit der renommierten Kanzlei bbh.
Sensor-, Steuerungs-, Service- und Betriebsdaten liegen oft beim Hersteller, verteilt über mehrere Systeme, in Formaten, die sich kaum weiterverarbeiten lassen. Wer die Anlage betreibt, sieht häufig nur einen Ausschnitt von dem, was die eigene Anlage längst weiß.
Genau an diesem Punkt setzt der Data Act an. Die Verordnung (EU) 2023/2854 gilt seit dem 12. September 2025 und verpflichtet Hersteller vernetzter Produkte, Nutzern Zugang zu den Daten zu geben, die ihre eigenen Anlagen erzeugen. Für ab September 2026 neu in Verkehr gebrachte Produkte kommt eine zusätzliche Designpflicht hinzu, die den Datenzugang von vornherein mitdenken muss. Für Betreiber energietechnischer Anlagen bedeutet das ein neues Zugangsrecht, das es vorher in dieser Form nicht gab.
Zugang ist nicht dasselbe wie Nutzen
Ein Recht auf Daten ist aber nur der erste Schritt. Erst wenn diese Daten verfügbar, verständlich und technisch nutzbar sind, entstehen daraus bessere Wartung, weniger Stillstand und neue Optimierungsmöglichkeiten.
Wer als Betreiber Zugang zu Rohdaten in einem Format bekommt, das niemand im eigenen Haus einordnen kann, hat wenig gewonnen. Zwischen dem, was der Data Act erlaubt, und dem, was ein Betrieb daraus tatsächlich machen kann, liegt eine ganze Reihe praktischer Fragen:
- Welche Schnittstellen und Formate sind überhaupt zugänglich?
- Stimmen Qualität, Kontext und Historie der Daten?
- Lassen sie sich in bestehende Prozesse und Systeme integrieren?
Ein Webinar, das beide Seiten zusammenbringt
Am Freitag, den 20. November 2026, laden control-f und die Kanzlei bbh von 10 bis 11 Uhr zu einem gemeinsamen Online-Webinar ein, das genau diese Lücke schließt.
Thomas Schmeding, Rechtsanwalt und Partner bei bbh mit Schwerpunkt Energierecht und Datenschutzrecht, erklärt die rechtliche Seite: Welche Daten können Betreiber von Herstellern verlangen? Welche Pflichten und Grenzen gelten dabei? Und wo spielen Geschäftsgeheimnisse oder technische Machbarkeit tatsächlich eine Rolle?
Simon Deussen, Geschäftsführer von control-f, übernimmt die praktische Seite und zeigt, woran die Nutzbarmachung von Anlagendaten in der Praxis meistens hängt und wie sich das lösen lässt.
Den Kern der Stunde bildet ein gemeinsamer Fall aus dem Predictive-Maintenance-Umfeld, ergänzt um einen kurzen Transfer auf Batteriespeicher. An einer wiederkehrenden Störung oder einem ungeplanten Stillstand wird durchgespielt, welche Sensor-, Zustands-, Fehler- und Wartungsdaten dafür nötig sind, auf welcher Grundlage sie sich anfordern lassen und wie am Ende ein belastbarer Business Case daraus wird.
Dabei bleiben wir ehrlich in der Zahlengrundlage. Wo belastbare Zahlen freigegeben sind, verwenden wir sie. Ansonsten arbeiten wir transparent mit Annahmen und einer nachvollziehbaren Beispielrechnung – ohne pauschale Einsparversprechen.
Für wen sich die Stunde lohnt
Das Webinar richtet sich an Entscheiderinnen und Entscheider aus der Energiewirtschaft sowie aus Anlagen- und Maschinenbau, insbesondere an alle, die energietechnische Anlagen selbst nutzen oder betreiben – von der Offshore-Elektrolyse über Windparks bis zu Batteriespeichern und Gasturbinen.
Wer schon einmal an einer Anfrage nach Herstellerdaten gescheitert ist oder sich fragt, was der Data Act für die eigene Anlage konkret bedeutet, bekommt in dieser Stunde beide Perspektiven zugleich: die juristische und die technische.
Der Ablauf in Kürze
Nach einem kurzen Auftakt zur Ausgangslage übernimmt bbh die rechtliche Einordnung, welche Daten Sie nach dem Data Act verlangen können und wo die Grenzen liegen. control-f schließt daran an und zeigt, woran es in der Praxis zwischen Anspruch und tatsächlicher Nutzbarkeit hakt. Danach folgt gemeinsam der Business-Case-Fall, bevor bbh noch einmal auf Nutzung, Weitergabe und rechtliche Grenzen der Daten eingeht. Zum Abschluss ist Raum für Ihre Fragen und für einen konkreten nächsten Schritt.
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Bringen Sie idealerweise eine konkrete Anlage und einen konkreten Anwendungsfall aus Ihrem Betrieb mit. Wer möchte, kann daraus im Anschluss einen individuellen Deep Dive mit control-f und bbh machen, in dem Datenanspruch, technische Machbarkeit und wirtschaftlicher Hebel für die eigene Anlage zusammengeführt werden.
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Melden Sie sich zum gemeinsamen Webinar von control-f und bbh an. Den Einladungslink senden wir Ihnen per E-Mail.